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Lost Area und Lord of the Lost – K17 Berlin am 13. September 2013

Freitagmorgen 9.10Uhr: Langsam wurde ich nervös, denn die Mitfahrgelegenheit sollte bereits vor 10 Minuten da sein und ist auch per Handy nicht erreichbar. Bald fand ich aber jemanden, der mein Schicksal teilte, also ebenfalls nach Berlin wollte und versetzt worden war. Zusammen trieben wir eine Profi-Mitfahrgelegenheit auf, der insgesamt 8 Leute in die Hauptstadt karren würde. Und er hatte noch Plätze frei. Juhuu! Problem gelöst :-) Die Fahrt verlief zum Glück ruhig, so dass fast alle die knapp 600km zum schlafen nutzen. Irgendwann nachmittags kamen wir am Hauptbahnhof an und ich konnte es mir nicht nehmen lassen zumindest an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei zu schauen. Berlin ohne Brandenburger Tor und Käffchen am Alex geht ja nunmal gar nicht! Aus Zeitgründen verlief das aber alles im Turbo-Modus, denn ich wollte spätestens um 17.30Uhr an der Halle sein. Das hat auch trotz Orientierungslosigkeit gut geklappt. In der „Schlange“ (eher ein Haufen) sah ich auch ein paar bekannte Gesichter. Aber niemanden mit dem ich jemals geredet hatte und die ließen sich auch nicht wirklich von mir ansprechen. Unfreundliche Menschen da in Berlin. Als ich mich grad damit abgefunden hatte, dass ich alleine rumhängen musste, hörte ich aus 100 Metern Entfernung jemanden „Nein, das gibt’s ja wohl nicht! Du bist ja echt überall!“ rufen. Gemeint war tatsächlich ich... ein Mädel, das ich auf Festivals über eine Freundin kennengelernt hatte, kam freudig zu mir und konnte es kaum glauben. Zusammen mit ihren Mädels waren wir dann auch eine lustige Truppe und die (kalte) Wartezeit verging schneller. Zwischendurch kam noch ein Mitarbeiter vom K17 ans Tor und hatte Plakate vom letzten Lord of the Lost dabei. Da ich die größte Klappe und die weiteste Anreise hatte, habe ich natürlich eins davon bekommen. Cool, ein Andenken an diesen Trip! Der Einlass verlief extremst chaotisch. Vom Tor zur Kontrolle war es ein weiter Weg und sie ließen uns im Pulk um die Wette rennen. Von Kontrolle zur Bühne dann wieder ein weiter Weg. Immerhin haben wir es in die zweite Reihe geschafft. Da stehe ich bei den meisten Bands am liebsten, das passte also!

Lost Area

Das erste Mal, dass ich Lost Area auf einer richtigen Bühne vor einem richtigen Publikum gesehen habe. Matteo war großartig! Ich glaube er hatte irrsinnig viel Spaß und er gab wirklich alles. Und das hat sich aufs Publikum übertragen. Die Stimmung war genial. Leider hatte Fede etwas Probleme mit irgendwas an seiner Gitarre. Fischi musste die ganze Zeit an seinem Sender und am Pedalboard rumfummeln. Aber davon ließ sich niemand wirklich beeinflussen. Das einzige, was mich wirklich etwas traurig gemacht hat, war dass Chris Fox nicht dabei war. Sie hatten einen andere Schlagzeuger dabei, der zwar gut gespielt, aber keine Show gemacht hat. Wirklich schade... Alles in allem war ich erstaunt wie viele Leute mitsingen konnten. Das neue Album war zu dem Zeitpunkt zwar theoretisch schon erschienen, aber das Presswerk hat bei der Auslieferung der CDs Verzögerungen gehabt. Ich glaube die ersten CDs von „From the Ashes“ gingen erst am Vortag über den Tresen. Zum Glück konnte man vorab online rein hören, um die Lieder kennenzulernen. Das Konzert von Lost Area war viel zu schnell vorbei. Klar, sie waren ja heute nur die Vorband. Als sie abbauten, fragte ich Fede nach einer Setlist und bekam sie auch. Für viele mag das nur ein Stück Papier sein, aber für mich ist es was besonderes.

Lord of the Lost

Jaaa, ich mag Lord of the Lost und jaaaa ich habe sie auch schon mega oft live gesehen. Aber alleine für sie wäre ich niemals durchs halbe Land gefahren. An dem Tag war ich mir nicht sicher, was ich davon halten sollte, dass ihr Frontmann Chris Harms im Paletten-Top auf der Bühne stand. Aber das klärte sich später auf. Denn er hat angeblich immer schon davon geträumt Roxettes „Sleeping in my car“ auf einer Bühne zu performen und dabei eben ein solches Top zu tragen. Nun gut, wunderbar, dass du dir diesen Wunsch erfüllen konntest. Zum Glück hatte er den Fetzen ja nicht ewig an, sondern war später wie üblich oben ohne. Class (Bass) und Gared (Multitalent) ebenfalls. Schön für uns und ein Zeichen dafür wie sehr die Stimmung am kochen war. Bei „Sooner or later“ ist Chris Harms so richtig schön theatralisch auf der Bühne rumgekrochen und innerlich ist anscheinend echt irgendwas in ihm gestorben. Das war schön, ich liebe es, wenn er seine Songs lebt! Als besonderes Schmankerl gab es „Till death us do part“, einer ihrer ältesten Songs überhaupt. Da wird man schon ein bisschen in die Vergangenheit zurück versetzt. Oh und sie haben „Zillah“ gespielt, was mich gefreut hat, denn ich liebe diesen neuen Song. Leider hatten auch Lord of the Lost technische Schwierigkeiten. So sehr, dass man den Bass nicht mehr hören konnte und das Konzert unterbrochen wurde. Uns wurde gesagt die Endstufe sei überhitzt und sie würden alles dafür tun, dass es bald weiter geht. Überhitzt... ja nachvollziehbar, denn es war wirklich heiß im K17. Nach einer endlos lang wirkenden Pause ging es zum Glück weiter. Und die Stimmung war sofort wieder am brodeln. Nach dem letzten Song vor der Zugabe haben sie dann keine Pause gemacht, sondern sofort die Zugaben gespielt. Pause gabs ja vorher schon. Die letzte Zugabe war natürlich „Credo“ und sie haben soooo cool „We will rock you“ rein gemischt. Ich fands super und habe mich direkt schon auf Krefeld gefreut, weil ich es dann nochmal hören würde.

Nach der Show

Nach der Show brauchte es erstmal WASSER! Wie gesagt, es war heiß! Danach zum Merch, wo die Jungs von Lost Area bereits versammelt waren. Jan umarmte mich zur Begrüßung und sagte „Du Verrückte“. Recht hat er ja... Ich habe mit Jan und Matteo gequatscht, Matteo hat mein ganzes Ticket mit Blümchen und Herzchen und Smilies voll gemalt und als auch andere Fans Aufmerksamkeit von den beiden wollten, bin ich zum Schlagzeuger hin und habe ihn gefragt, wer er ist und ob er auch signieren mag. Leider kein besonders freundlicher Typ, wie es mir schien. Also schnell wieder weg von ihm. Inzwischen waren auch Lord of the Lost da. Und auch von denen wollte ich Autogramme haben (ist ja klar). Leider war es das absolute Chaos. Die Berliner waren echt hysterisch und es wurde fürchterlich gedrängelt und gedrückt. Sonst läuft das immer friedlich, aber da war das echt ein wenig Krieg. Zum Glück hatte ich keinen Zeitdruck, denn ich würde ja noch die ganze Nacht im K17 verbringen. Und so bekam ich dann alle meine Autogramme und konnte mit jedem ein bisschen plaudern. Chris Harms verriet mir Tourtermine fürs kommende Jahr. Oh cool, sie werden in Köln und Bochum spielen. Und in Köln nicht wie sonst im Underground, sondern in der Live Music Hall. Das Teil ist riesig *__* Bo – der Gitarrist von Lord of the Lost – hatte Geburtstag und so wurde mit allen Fans ein Ständchen gesungen. Als sich das Chaos langsam gelüftet hatte, fand auch Fischi kurz Zeit mit mir zu plaudern und fragte, ob ich eigentlich die neue CD schon hätte. Nee, hab ich nicht. Wie auch?! Später kam dann Jan zu mir und sagte, er würde mir noch was geben wollen, ich solle mal mitkommen. Wir gingen dann zum Merch, er ließ sich eine der CDs geben und schenkte sie mir. Huch! Cool! Die musste natürlich auch noch signiert werden und Matteo schrieb auf die Innenseite „'cause life sometimes rocks“. Hat mich tierisch gefreut! Leider ist der Stift etwas verschmiert -.-

Leider leider mussten die Bands irgendwann abbauen und packen. Für mich begann dann eine lange Nacht im K17. Das mag zwar ein ganz cooler Club sein, aber Partys nervten mich zu dem Zeitpunkt ziemlich. Überall die gleiche Musik, überall die gleiche Sorte Menschen mit denen ich nix anfangen konnte. Zwar haben sie nen recht gemütlichen Innenhof mit vielen Sitzgelegenheiten, aber trotz Lagerfeuer war es viel zu kalt, um sich dort länger aufzuhalten. Also entschied ich etwas früher als nötig zu gehen und lieber ein Café oder Mäcces oder irgendwas zu suchen, wo ich frühstücken konnte. Tja, dumm gelaufen. Berlin ist nicht Köln und um 5Uhr morgens gibt es kein Frühstück. Jedenfalls nicht da, wo ich war. Um 7Uhr war ich dann etwas entnervt, durchgefroren und total müde am ZOB (Zentraler Omnibus Bahnhof). In der Wartehalle waren lauter seltsame Menschen, aber immerhin bekam ich einen Sitzplatz auf der Heizung und musste endlich nicht mehr frieren. Bevor mein Bus um 8Uhr abfuhr, ging ich dort noch auf Toilette und putzte mir an der Waschrinne mit dutzenden fremden Menschen die Zähne. Festivalfeeling! Als ich dann eeendlich im Bus saß, war ich glücklich. Ich hatte eine Steckdose und Wlan. Mehr brauche ich eigentlich nicht! Aber die meiste Zeit der 7,5 Stunden Fahrt verbrachte ich dann doch mit schlafen.

Der Trip war anstrengend. Scheiße anstrengend. Aber es hat sich gelohnt und ich würde es jederzeit wieder tun.

19.11.13 12:31
 
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